Machine-to-Machine (M2M) Commerce bezeichnet transaktionale Prozesse, bei denen digitale Agenten oder Systeme selbständig miteinander interagieren, um Waren oder Dienstleistungen zu suchen, zu vergleichen, zu verhandeln und Einkaufs- bzw. Verkaufsentscheidungen auszuführen. Dabei übernehmen Software-Agenten im Auftrag von Anbieter- und Kundenseite Aufgaben wie Produktsuche, Preis- und Konditionsvergleich, Verfügbarkeitsprüfung, Checkout sowie After-Sales-Kommunikation – ohne dass jeder Einzelschritt durch Menschen ausgelöst wird.
Im Kontext von Agentic Commerce orchestrieren Einkaufs- bzw. Shopping-Agenten den gesamten Kaufprozess über mehrere Händler hinweg, während Agentic-Sales-Agenten auf Anbieterseite strukturierte Informationen, personalisierte Angebote und Serviceantworten bereitstellen. M2M Commerce bildet damit die infrastrukturelle Grundlage, auf der agentische Einkaufs- und Verkaufsprozesse automatisiert und skalierbar ablaufen können.
Eine zentrale Rolle spielen hierbei offene Protokolle und Frameworks wie das von Google vorgestellte Universal Commerce Protocol (UCP), das eine gemeinsame technische Sprache für AI-/Shopping-Agenten und Händlerplattformen bereitstellt. UCP definiert Schnittstellen für Produkte, Preise, Checkout und Support, sodass unterschiedliche Agenten und Systeme interoperabel miteinander handeln und M2M-Transaktionen über Ökosystemgrenzen hinweg realisieren können.
Quellen:
TechCrunch – Bericht über Googles Universal Commerce Protocol (UCP) zur Ermöglichung von AI-Agent-basiertem Shopping und Commerce.